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Wie der Vater, so der Sohn1

Beim VSV hat es Torhüter Patrick Böck mit starken Leistungen ins Team der Hinrunde geschafft. Im Interview sprach Böck über Karrierehighlights in der AKA Kärnten, bei WAC/St. Andrä und in Villach. Dazu beantwortete er Fragen zum Titelkampf, die Erste Liga und warum ihm das Talent bereits in die Wiege gelegt wurde.

Patrick Böck war im Herbst ein sicherer Rückhalt im Tor des VSV.

Der 22-jährige Patrick Böck stand beim VSV in den ersten 14 Spielen der Hinrunde im Kasten. Nur im letzten Spiel in Wels bekam Ersatztorhüter Martin Koller wie abgesprochen seine Chance. Für ein Match ersetzte er einen der Shooting-Stars der Saison. Patric Böck selbst freut die Nominierung für das regionalliga.at-Team der Hinrunde.

„Ich bin mit meinen Leistungen im Herbst schon zufrieden gewesen, aber natürlich sehe ich mir meine Fehler an, um sie in Zukunft verbessern zu können. Es freut mich sehr, dass ich es in das Team der Hinrunde geschafft habe.“

Der gebürtige Klagenfurter durchlief die Akademie Kärnten und über Welzenegg ging es für ihn zu WAC/St. Andrä. An die Akademie und an das Lavanttal hat Böck gute Erinnerungen. „Mir der Akademie sind wir damals U17-Meister geworden und in den Relegationsspielen von WAC/St. Andrä gegen Parndorf bin ich auf der Bank gesessen. Auch wenn ich nicht auf dem Platz gestanden bin, der Aufstieg in die Erste Liga war ein tolles Erlebnis.“

Im Sommer 2010 wechselte Böck schließlich zum VSV. „Mein Vertrag in St. Andrä ist ausgelaufen und ich musste mir dann einen Verein suchen. Der VSV hat sich angetragen und nachdem ich mich davon überzeugt habe, welch tolles Umfeld der Verein besitzt und welche Ziele hier verfolgt werden, bin ich nach Villach gegangen. Den Wechsel habe ich nie bereut, hier gibt es große Möglichkeiten und das Team ist richtig eingeschweißt.“

Nach dem souveränen Aufstieg aus der Kärntner Liga war der VSV auch in der Regionalliga sehr erfolgreich. Niederlagen kann der Torhüter an einer Hand abzählen. „Das stimmt, die letzten Saisonen hatten wir einen riesen Erfolg, alles ist top gelaufen. Das Gefühl des Verlierens will niemand gerne kennenlernen. Beim VSV gefällt mir auch die Mentalität, dass immer 90 Minuten lang auf Sieg gespielt wird.“

Die Villacher haben es nach dem Herbst auf Platz 4 geschafft, 11 Punkte beträgt der Rückstand auf den GAK. „Die Heimniederlage gegen den GAK war sehr bitter, aber auch verdient“, gibt Böck zu. „Trotzdem ist im Frühjahr noch alles möglich. Für ganz vorne wird es aber schwer werden. Der GAK müsste sich Fehler leisten und wir dürften keine mehr machen. Unser Ziel ist aber ohnehin, beste Kärntner Mannschaft der Liga zu werden. Dafür ist wahrscheinlich der 2. Platz nötig.“

Wie auch immer sich die Rückrunde beim VSV entwickeln wird, Patrick Böck möchte dem Verein erhalten bleiben. „Ich fühle mich hier pudelwohl und auch wenn ich Klagenfurter bin, kann ich mir eine Zukunft in Villach gut vorstellen. Der Verein hat große Ziele und wir werden auch im nächsten Jahr wieder um den Titel mitmischen. Mein Traum ist die Erste Liga und deshalb gibt es überhaupt keinen Grund für mich zu wechseln.“

Zum Abschluss klärt Böck noch auf, woher sein Talent stammt. „Mein Vater war auch Torhüter. Er hat zehn Jahre in Treibach gespielt und dann war er auch beim VSV im Tor. Ich bin also von klein auf schon dabei gewesen“, sagt er mit einem Lachen.

Neben seinem Vater hat er noch einen früheren und einen derzeitigen Bayern-Keeper als Vorbilder. „Von klein auf war Oliver Kahn mit seinem riesen Ehrgeiz mein Vorbild. Heute schaue ich mir von Manuel Neuer einiges ab.“ Den berühmten Torhüter-Tick kann er an sich selbst nicht finden. „Ich bin eher ein ruhiger Typ, da muss ich mich auf dem Platz sicher noch verbessern. Ich dirigiere meine Vorderleute zwar schon, weil es sehr wichtig ist für das Team, aber da muss noch mehr kommen“, erklärt Patrick Böck zum Ende, bevor es am heutigen Samstag für ihn und seine Mitspieler zum Trainingslager in die Türkei geht.

Infos zu diesem Artikel

  • Autor: Thomas Palmetshofer
  • Bericht verfasst am: 11.02.2012 um 10:35
  • Foto: Josef Kuess