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Neue Motivation finden1

Große Veränderungen standen Allerheiligen ins Haus. Trainer Moriggl hat sich mit der Situation erst arrangieren müssen. Wirtschaftliche Gründe haben die Verantwortlichen der Steirer zu einem Umdenken bewegt, vorbei sind die Zeiten beim ASV, wo man sich noch mit einem möglichen Aufstieg in die Erste Liga auseinandersetzte.

Dem SV Allerheiligen steht ein ungewisses Frühjahr ins Haus.

Fünf Spieler hat Allerheiligen in diesem Winter abgegeben, darunter waren mit Alexander Fuchshofer, Kurt Kirchleitner, Rafael Dorn und Thomas Miedl vier Stammkräfte. Es hat sich also allerhand verändert beim ASV in den letzten Wochen. Auch für Trainer Andreas Moriggl war es nicht leicht, unter veränderten Voraussetzungen neue Motivation für das Frühjahr aufzubringen. Mittlerweile hat sich der 43-jährige mit der neuen Situation arrangiert.

„Wir müssen zuversichtlich und motiviert sein, um im Frühjahr etwas erreichen zu können. Die Transferzeit war ein großer Aderlass für uns, wichtige Spieler sind verloren gegangen. Der Verein musste aber Einsparungen vornehmen, weil es wirtschaftlich notwendig war. So ist es mir vermittelt worden. Im Sommer klang das Ganze zwar noch anders, aber jetzt ist man vom Einjahresplan abgekommen. Ich bin natürlich nicht sehr glücklich über die Situation und hatte auch Probleme, mich damit abzufinden. Jetzt bin ich wieder bereit und es wird viel harte Arbeit notwendig sein, um im Frühjahr mithalten zu können.“

Obwohl der SV Allerheiligen nach dem Herbst mit 26 Punkten auf Platz 3 liegt, hat Moriggl noch leichte Zweifel an der Rückrunde. „Der Kader ist jetzt extrem klein und hat sowohl in der Breite, als auch an Qualität verloren. Vor der Saison haben wir die Top 10 als Ziel ausgegeben. Das wird ganz schwer für uns werden.“

Im Winter gönnte sich der Coach des ASV eine zweiwöchige Auszeit in den Staaten. „Da konnte ich komplett abschalten und ich wollte von Fußball auch gar nichts wissen“, sagt Moriggl. Als er zurück nach Österreich kehrte, musste er sich mit einer völlig neuen Situation auseinandersetzen. Kurzzeitig stand auch ein Rücktritt im Raum. „Ich müsste lügen, wenn ich sage, dass ich nicht daran gedacht habe. Es gab Phasen, wo ich die Veränderungen nicht akzeptieren wollte und wo ich die Sinnhaftigkeit in einer Weiterarbeit hinterfragt habe. Ich will jetzt aber das Beste daraus machen und versuchen, meine Mannschaft im Trainingsprozess optimal auf das Frühjahr vorzubereiten.“

Dass es für den ehrgeizigen Trainer und sein Team ein steiniger Weg werden wird, haben auch die Testspiele schon gezeigt. „Die Leistungen waren bisher wie erwartet sehr durchwachsen. Wir spielen derzeit noch unter unseren Möglichkeiten und wenn wir viel durchwechseln, dann unterscheiden wir uns kaum noch von einer Oberliga- oder Landesligamannschaft.“

Ein uninteressantes Frühjahr, wo seine Mannschaft weder vorne noch hinten ein Wörtchen mitreden wird, erwartet Moriggl hingegen nicht. „Ich hoffe, dass wir nicht viele Ausfälle haben, dann könnte es noch eng werden. Normalerweise orientiere ich mich immer nach vorne, aber jetzt müssen wir aufpassen, dass wir nicht hinten hineinrutschen in der Tabelle. Wir müssen eine homogene Einheit werden und es muss unsere Motivation sein, nicht durchgereicht zu werden. Ein einstelliger Tabellenplatz ist für uns sicher ein forderndes Ziel und wenn wir das erreichen könnten, dann wäre das sicher als Erfolg zu werten. Wir wollen in Zukunft eine passable Rolle in der Regionalliga spielen.“

Für dieses Ziel hätte Moriggl gerne auf die Dienste von Emre Okatan gezählt. „Der Transfer war eigentlich schon fixiert und ich hätte ihn gerne bei uns gehabt. Am letzten Tag wurde Darko Vasic aber nicht an Pasching verliehen und der Verein hat den Wechsel von Emre Okatan platzen lassen.“

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