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LASK Juniors SV Gleinstätten
0:3
Stadion Traun, 200 Zuschauer

Spielabbruch auf der Linzer Verbandsanlage6.555

Der SV Gleinstätten lag gegen die LASK Juniors mit 2:1 in Führung, ehe Schiedsrichter Trattnig das Spiel kurz vor dem Ende abbrach. Hektische Szenen auf dem Platz - die Linzer Ken Noel und Kevin Wimmer flogen nach Tätlichkeiten mit Rot vom Feld - führten zu dieser Entscheidung kurz vor Schluss.

Tumultartige Szenen spielten sich auf der Linzer Verbandsanlage ab.

Zwei schnelle Tore für Gleinstätten
Trotz dreier Ausfälle – Trummer, Kozissnik und Strablegg-Leitner waren gesperrt – wollte der SV Gleinstätten im Auswärtsspiel bei den LASK Juniors dem Gegner das eigene Spiel aufzwingen. Nach zwanzig Minuten sah es für die Südsteirer blendend aus. Da führte die Ehmann-Elf schon mit 2:0.

Beim ersten Treffer war LASK Juniors-Keeper Pervan behilflich, der bei einem Abschlag zu lange zögerte, Gleinstätten-Offensivmann Dengg traf und dieser den Abpraller locker zum 0:1 einschieben konnte (14.). Vier Minuten später kam es für die Linzer noch dicker. Schreiner legte seinen Gegenspieler im Strafraum und Gleinstätten-Torjäger Poljanec versenkte den Penalty sicher zum 0:2 (19.).

Viele Strafraumszenen auf beiden Seiten und der Anschlusstreffer der LASK Juniors
Den LASK Juniors fuhr der Schock von zwei frühen Gegentoren kurz in die Glieder, dann spielten sie wieder mutig nach vorne. Überhaupt hatten die Linzer größere Spielanteile, allerdings stand die Defensive von Gleinstätten bombensicher. In einer von beiden Seiten attraktiv geführten Begegnung gab es dann zahlreiche Chancen auf beiden Seiten.

Die beste Möglichkeit für die Linzer zum Anschlusstreffer vergab Varga nach einer halben Stunde, als er alleine vor Gleinstätten-Goalie Waltl scheiterte  und der Abpraller von der Steirer Abwehr entsorgt wurde (30.). Zweimal probierte es auch Stürmer Noel mit direkten Freistößen, aber weder aus 30 noch aus 20 Metern konnte er wirklich für Gefahr sorgen (42., 44.).

Dass es vor der Pause doch noch zum Anschlusstreffer für die Schwarz-Weißen reichte, lag an Abräumer Schröger. Er vollstreckte von der Strafraumgrenze mit einem unhaltbaren Schuss ins lange Eck zum 1:2 (43.).

Fulminanter Beginn nach Seitenwechsel
In der zweiten Halbzeit ließ das tolle Spiel nicht nach und es gab Chancen im Minutentakt auf beiden Seiten. Für die Linzer war es immer wieder Höltschl, erst versuchte es der Kapitän aus der Distanz (48.), dann klopfte er per Kopf auf Aluminium und den Nachschuss drosch Kelmendi über das Tor von Gleinstätten (52.). Doch auch die Steirer standen in der Offensive um nichts nach. Ein Kopfball von Kevin Hutter ging nur knapp drüber (51.) und ein Weitschuss von Prietl knapp vorbei (53.).

Ungebremst ging der offene Schlagabtausch weiter. Waltl musste nach einem herrlichen Zuspiel auf Kelmendi aus seinem Kasten eilen und per Pressball vor dem Linzer retten (58), im schnellen Kontergegenstoß scheiterte Poljanec aus 15 Metern (59.). Danach hatten die Juniors wieder mehr vom Spiel und Chancen durch Stadlbauer (direkte Ecke, Waltl klärt / 63.), Noel (Kopfball gehalten von Waltl / 67.) und Höltschl (Fernschuss aus 17 Metern neben das Tor / 70). Nach einem Fallrückzieher und einem Kopfball gegen die Laufrichtung des Linzer Schlussmannes von Poljanec, wo die Abwehr der Linzer gerade noch vor der Linie klären konnte, ging es in die letzte Viertelstunde des Spieles (72., 75.).

In der Schlussphase konzentrierte sich Gleinstätten logischerweise auf die Defensive und versuchte, wenn dann über Konter noch zuzuschlagen. Die LASK Juniors gaben ihr Bestes, um den Ausgleichstreffer noch zu erzielen, allerdings konnten sie den 17-jährigen Waltl im Tor von Gleinstätten kein zweites Mal mehr überwinden.

Spielabbruch in Linz!
Tumultartige Szenen führten kurz vor Schluss zu zwei Roten Karten für die Linzer Ken Noel und Kevin Wimmer. Die Situation wollte sich in der Folge nicht mehr beruhigen und nachdem es für das Schiedsrichterteam sichtlich ungemütlich wurde, kam es zum Spielabbruch. Eigentlich wäre nur mehr eine Minute in der Nachspielzeit zu absolvieren gewesen, doch die erhitzen Gemüter veranlassten Schiedsrichter Helmut Trattnig zu dieser Maßnahme. Doch auch nach Abbruch wollten sich die Spieler und Verantwortlichen nicht beruhigen. Speziell auf Linzer Seite konnte man mit der Entscheidung naturgemäß nur schlecht leben. Dass sich die beiden Trainer auch noch zu einem lautstarken Disput hinreißen ließen, blieb da nur mehr eine Randerscheinung. In Summe bleibt ein unruhmliches Ende für ein attraktives und wirklich hochspannendes Regionalligaspiel.

Stellungnahmen von Verantwortlichen gibt es als Video bei den Stimmen zum Spiel. Ein exklusives Statement von Schiedsrichter Trattnig gibt es HIER auf Video zu sehen!

Alle Spiele der 23. Runde

Weiz - Voitsberg 3:2 (0:1) Bericht
Feldkirchen - GAK 0:2 (0:0) Bericht
Allerheiligen - BW Linz 3:0 (1:0) Bericht
Vöcklamarkt - Klagenfurt 0:1 (0:1) Bericht
Pasching - Leoben 0:2 (0:1) Bericht
SAK - FC Wels 3:0 (1:0) Bericht
Sturm A. - St. Florian 3:1 (1:1) Bericht
LASK Jr. - Gleinstätten 0:3 (:) Bericht

Infos zu diesem Artikel

  • Autor: Thomas Palmetshofer
  • Spielbericht verfasst am: 24.04.2011 um 17:59
  • Foto: Dropkick