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FC BW Linz DSV Leoben
6:0(4:0)
Donauparkstadion, 2.300 Zuschauer

Entfesselte Linzer schossen sich in die Relegation6.744

Der entfesselt aufspielende FC Blau-Weiß Linz schwang sich in Begleitung von 2300 Zuschauern mit einem 6:0-Sieg über Leoben elanvoll auf den Relegationszug und darf damit weiterhin auf den Aufstieg in die Erste Liga hoffen.

Erfolgsgarant Gerald Perzy führte Blau Weiß in die Relegation und durfte mit dem Team ausgelassen feiern.

Nur in den ersten Minuten war etwas von der Linzer Anspannung zu spüren, als die Leobner mit Forechecking den Spielaufbau der Gastgeber behinderten. Zudem fanden auch die Steirer die erste Torchance im Spiel vor, als Diego Rottensteiner eine Flanke von Marcel Derndorfer aus acht Metern volley übernahm. Doch der Ball landete sicher in den Armen von Blau-Weiß-Torhüter David Wimleitner.

Doch danach folgten fünf historische Minuten, in denen den Blau-Weißen schier alles gelang. Eingeleitet wurde diese kurze aber vorentscheidende Phase durch eine Flanke von Boris Arapovic in der siebten Minute, die Michael Miksits per Kopf übernahm und so Leobens Keeper Heiko Juritsch zur 1:0-Führung überhob. Der aufbrandende Jubel war kaum verebbt, folgten die nächsten Begeisterungsstürme von den Rängen, als Harun Suliman im gegnerischen Strafraum wiederholt zu Fall gebracht wurde und Schiedsrichter Alexander Stossier nur der Elfmeterpfiff übrig blieb. Den fälligen Strafstoß verwertete Blau-Weiß-Kapitän Konstantin Wawra souverän. Abermals wenige Augenblicke später, sprich in der 12. Minute, erreichte eine Miksits-Flanke Harun Sulimani, der mit einem gefühlvollen Schuss aus knapp zehn Metern Heiko Juritsch keine Chance ließ und so die frühe 3:0-Führung bewerkstelligte.

Mit einem derartigen Vorsprung spielte es sich für die Gastgeber wesentlich leichter - und auch etwas lässiger. Zwar gaben sich die Leobner noch nicht geschlagen, doch die Angriffe waren zu harmlos, als dass sie die Linzer in Verlegenheit gebracht hätten. Die beste Chance fand noch Leobens Roland Rinnhofer vor, dessen Schuss aber von Wimleitner pariert werden konnte. Doch zu diesem Zeitpunkt stand es bereits 4:0, staubte doch der Linzer Abwehrchef Torsten Knabel in der 41. Minute zum Torerfolg ab, nachdem ein Hartl-Kopfball nur an der Stange landete.

In der zweiten Halbzeit steigerte sich die Souveränität der Linzer so weit, dass die Gastgeber teilweise den Versuch starteten, Tiki Taka zu spielen, und so den Ball sehenswert in den eigenen Reihen laufen ließen. Für einen weiteren Torerfolg mussten sie aber doch die Hilfe der Gäste in Anspruch nehmen, als Leobens Marco Micelli am eigenen Sechszehner gehörig patzte: Michael Miksits setzte nach und lief alleine auf Leobens Schlussmann zu. Diese Chance ließ sich der Stürmer in der 56. Minute nicht entgehen und traf zur 5:0-Führung. Doch auch abseits dieser Chance hätten die Linzer durch Chancen von Sulimani oder Hartl den Score weiterhin in die Höhe treiben können.

Letzterem gelang dann aber doch noch sein Tor, als der Ball nach Miksits-Vorarbeit in der 74. Minute vor seinen Füßen landete und Manuel Hartl aus acht Metern einfach einmal draufhielt - ohne Sorge, mit diesem Schuss ein Loch ins Tornetz schießen zu können-, um so die 6:0-Führung zu erzielen. Zehn Minuten später landete Hartl selbst im Tor, als er - nach sehenswerter Vorlage des eingewechselten Yunus Karayün - tieffliegend zu einem Flugkopfball segelte, doch den Ball knapp neben das Tor setzte. Danach hatte das Spiel sichtlich genug an Höhepunkten, so dass im Donaupark eifrig gefeiert werden konnte.

Alle Spiele der 30. Runde

BW Linz - Leoben 6:0 (4:0) Bericht
Allerheiligen - LASK Jr. 0:4 (0:2) Bericht
Feldkirchen - Pasching 1:0 (0:0) Bericht
GAK - St. Florian 1:1 (1:0) Bericht
FC Wels - Gleinstätten 1:2 (1:1) Bericht
Vöcklamarkt - Sturm A. 2:3 (1:2) Bericht
Klagenfurt - Weiz 1:0 (0:0) Bericht
Voitsberg - SAK 0:2 (0:1) Bericht

Infos zu diesem Artikel

  • Autor: Christian Wögerbauer
  • Spielbericht verfasst am: 01.06.2011 um 20:43
  • Foto: Johann Schornsteiner