Heißer Tanz, obligates Remis1.373
Die erste halbe Stunde in diesem Oberösterreich-Derby gebührte den couragiert auftretenden Welsern. Mit gefälligem Spiel nach vorne erspielten sich die Gastgeber ein Chancenplus, allerdings schafften es die Messestädter nicht, in Führung zu gehen.
In der 10. Minute landete eine Schneider-Flanke bei Kopfballungeheuer Hinterreiter. Dieser konnte zwar St. Florian-Keeper Höbarth überheben, allerdings stand die listige Querlatte dem 1:0 der Welser im Weg. Zehn Minuten darauf übersah die Hintermannschaft der Gäste bei einem Mittermayr-Freistoß den aufgerückten Innenverteidiger Winkler, der aus kurzer Distanz knapp drüber köpfte.
Entgegen dem Spielverlauf fiel die Führung für Union St. Florian. Der Treffer ging – man ist fast versucht zu sagen „natürlich“ – auf das Konto von Bomber Zemann. Eine halbe Stunde war gespielt, da kam der bullige Stürmer an der Strafraumgrenze an den Ball und versenkte diesen perfekt im Eck zum 0:1. Der Treffer tat der Wahlmüller-Elf sichtlich gut. Die Gäste bekamen mehr Sicherheit im eigenen Spiel und kamen relativ souverän mit der Führung in die Pause. Für den FC Wels scheiterte kurz vor der Pause noch Gabriel per Weitschuss – kein Problem für Keeper Höbarth.
Nach dem Seitenwechsel dauerte es nicht lange, bis die raffinierten Sängerknaben erneut zuschlugen und den Welsern zusehends die Präzision abhanden kam. Das 0:2 erzielte dieses Mal zwar nicht Zemann, dafür bereitete er es vor. Seine Maßflanke landete auf dem Kopf von Daniel Guselbauer und von dort im Tor der Welser (52.). Die Welser kämpften weiter um den Anschlusstreffer, doch die Minuten rannen dahin und die Defensive von Union St. Florian stand bombensicher. Immer wieder schnappte die Abseitsfalle der Sängerknaben zu und es schien, als ob das Derby mit drei Punkten für St. Florian enden würde. Mitte der zweiten Halbzeit sahen die Gäste ein Foul von Wels-Keeper Kramer an Rechtsverteidiger Antonitsch - der Strafstoß blieb aber aus.
Bei einem Doppeltausch in der 71. Spielminute bewies FC Wels-Trainer Reinhard Burits dann ein gutes Händchen. Debüt Wiesbauer - er schaffte es kurioserweise nur durch die Verletzung von Galic auf den letzten Drücker auf die Ersatzbank - sorgte nämlich in der 78. Minute für ein Joker- und Anschlusstor auf Seiten der Welser. Nach einer Ecke kam der Ball zu Winkler, dann zu Wiesbauer. Im ersten Versuch scheiterte er an St. Florian-Keeper Höbarth, im zweiten Versuch hämmerte er den Ball ins Kreuzeck. Die Welser leckten Blut und kamen wenig später zum Ausgleich. Der Bulgare Koprivarov zirkelte einen Freistoß aus 20 Metern ins Kreuzeck – keine Chance für Höbarth, 2:2 (83.).
In einer hektischen Schlussphase blieben weitere Tore aus und das Duell zwischen Wels und St. Florian endete mit einem obligatorischen Remis.
Alle Spiele der 2. Runde
| Gratkorn - Leoben | 3:1 (1:0) | Bericht |
| Klagenfurt - Vorwärts | 2:0 (0:0) | Bericht |
| FC Wels - St. Florian | 2:2 (0:1) | Bericht |
| Vöcklamarkt - Pasching | 1:1 (0:0) | Bericht |
| LASK Jr. - Gleinstätten | 1:0 (0:0) | Bericht |
| SAK - Allerheiligen | 2:1 (1:0) | Bericht |
| Sturm A. - GAK | 0:3 (0:2) | Bericht |
| KSV Amateure - VSV | 0:1 (0:1) | Bericht |
Infos zu diesem Artikel
- Autor: Thomas Palmetshofer
- Spielbericht verfasst am: 12.08.2011 um 20:54
- Foto: Bernd Speta
Austria Klagenfurt
DSV Leoben
FC Gratkorn
FC Pasching
FC Wels
GAK
KSV Amateure
LASK Juniors
SAK Klagenfurt
Sturm Graz A.
SV Allerheiligen
SV Gleinstätten
Union St. Florian
UVB Vöcklamarkt
Villacher SV
Vorwärts Steyr
