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Anif und Red Bull gehen weiter gemeinsame Wege1

Nach der außerordentlichen Generalversammlung steht es fest: Die Anifer kooperieren weiterhin mit dem Dosenimperium aus Fuschl. Ziel ist es, dass der Aufstieg in die zweite Spielstufe gelingt. Diese soll zukünftig den Jungbullen als Plattform dienen.

Heinz Seelenbacher hofft auf eine bessere Zukunft für Anif.

Salzburger Lizenzschacher

Im Fußballland Österreich wird ja traditionell nicht nur mit Spielern, sondern auch mit Lizenzen gehandelt. Unter anderem legte sich der ehemalige Kärntner Landesvater Jörg Haider einst einen Bundesligaklub zu und sorgte Frank Stronach vor einigen Jahren in Wiener Neustadt überraschend für Bundesliga-Feeling. Nun wird auch im Salzburger Land mit Lizenzen hantiert.

Bundesligateams dürfen ja momentan keine Amateurteams in der zweiten Leistungsstufe – der „Heute für Morgen Erste Liga“ – stellen. Der österreichische Branchenprimus Red Bull Salzburg möchte für seine Talente trotzdem ein Team in ebenjener Liga haben. Darum wird nun die bereits bestehende Kooperation mit Anif ausgebaut. Da solche Kooperationen nicht so leicht zu durchschauen sind, klärt Anif-Obmann Heinz Seelenbacher im Gespräch mit regionalliga.at die Fußballfans auf.

Beschluss zur Kooperation bei außerordentlicher Generalversammlung

Am Dienstagabend entschieden sich die Mitglieder des USK Anif bei einer außerordentlichen Generalversammlung mit einer klaren Mehrheit für die Fortsetzung der Red-Bull-Kooperation. 189 Mitglieder stimmten für die Zusammenarbeit mit dem Dosenimperium, 47 Mitglieder waren gegen die Kooperation. „Der Saal war bummvoll, zirka 50 Prozent der Mitglieder nahmen an der Abstimmung teil. Dieses Abstimmungsergebnis ist enorm erfreulich und ein Erdrutschsieg für den Vorstand“, freut sich Obmann Seelenbacher über das Voting der Vereinsmitglieder. „Der Vorstand ist nun ermächtigt, die Kooperation mit Red Bull weiter umzusetzen“, führt Seelenbacher weiter aus.

Diese Saison bleibt alles beim Alten

Doch vorerst ändert sich in Anif nichts. „In der laufenden Saison dürfen bezüglich der Lizenzen gar keine Änderungen vorgenommen werden. Bis 30. Juni bleibt alles, so wie es ist“, informiert Heinz Seelenbacher. Die Anifer mischen also weiterhin als USK Anif im Titelrennen mit und die Salzburger Jungbullen tingeln wie gehabt als Red Bull Juniors durch den Westen Österreichs.

Pläne für neue Saison


Ab Sommer wird sich dann freilich so einiges ändern. „Anif heißt dann wohl am Papier UFC Leube Anif/Juniors. Wie die nunmehrigen Juniors dann heißen, kann man jetzt noch nicht sagen“, klärt Seelenbacher die Fans bezüglich der zukünftigen Vereinsnamen auf. UFC Leube Anif/Juniors soll dann möglichst bald in die zweite Leistungsstufe aufsteigen. Profifußball wird man dann in Anif freilich nicht gleich zu sehen bekommen. „Sollte der Sprung in die zweite Liga gelingen, würde das Team zumindest im ersten Jahr in Salzburg spielen. Der Platz in Anif ist für die Bundesliga gar nicht zugelassen. Mittelfristig könnte das Zweitligateam dann schon in Anif spielen, dies ist aber alles andere als gewiss. Es ist fraglich, ob das Zweitligateam überhaupt jemals in Anif spielt“, stellt Seelenbacher klar. Das Regionalligateam spielt aber auf jeden Fall in Anif. „Für den Fußball in Salzburg ändert sich im Prinzip nicht viel. Es gibt in Zukunft nicht mehr oder weniger Teams“, sieht Seelenbacher keine Probleme im zukünftigen Spielbetrieb.

Neues Anifer Team

Ein neues Anifer Team könnte trotzdem entstehen. Eventuell nennt Anif zukünftig eine weitere Kampfmannschaft für die letzte Klasse. „Dies hat aber mit der Red-Bull-Kooperation nichts zu tun. Der Hintergedanke ist dabei, dass wir sehr viele Nachwuchsspieler haben. Diesen soll einfach eine Spielmöglichkeit geboten werden“, betrachtet Heinz Seelenbacher dieses Vorhaben komplett unabhängig von den derzeitigen Geschehnissen.

Auch die Trainersuche läuft in Anif auf Hochtouren - dazu morgen mehr.

Infos zu diesem Artikel

  • Autor: Hannes Kollross
  • Bericht verfasst am: 16.12.2011 um 17:34