oewapixel

Lustenauer Amateurbetrieb1

Die Glanzzeit der Lustenauer Austria liegen schon ein paar Jährchen zurück, doch auch in der zweiten österreichischen Leistungsstufe zählen die grün-weißen Lustenauer zu den ganz großen Dauerbrennern des Vorarlberger Fußballs.

Am Weg zurück in die RLW: Die Mannschaft der SC Lustenau Amateure

Und somit haben die Austrianer aus Lustenau auch eine gute „zweite Garnitur“ in der Hinterhand, die noch in der Saison 2006/07 in der Regionalliga West kickte. Regionalliga.at unterhielt sich mit Daniel Ernemann, der damals in der Austria-Profimannschaft als Innenverteidiger seinen Mann stand, und der heute die Austria Lustenau Amateurmannschaft betreut.

Auf- und Abstiege

In der Saison 2004/05 gelang den Austria Lustenau Amateuren der Aufstieg in die Regionalliga West, wo man sich schließlich zwei Saisonen lang halten konnte. In der Spielzeit 2006/07 wurde man dann Letzter und trat den Weg zurück in die Vorarlbergliga an. Drei Jahre später, in der Spielzeit 2009/10, ging es schließlich noch eine Spielstufe runter in die Vorarlberger Landesliga. Dann nahm Daniel Ernemann das Zepter in die Hand. Seitdem geht es mit den Austria-Amateuren aus Lustenau steil bergauf.
 
Lustenauer Amateure – einst und heute

Von Sommer 2004 bis Sommer 2006 und ab Sommer 2008 bestritt der baumlange Innenverteidiger Daniel Ernemann 128 Zweitligaspiele für Austria Lustenau. Dazwischen war der deutsche Linksfuß für Dynamo Dresden aktiv, zuvor spielte Ernemann auch schon für die Bayern München Amateure, FC Augsburg oder Union Berlin. Doch damals bekam Daniel Ernemann als Profispieler herzlich wenig vom Treiben der eigenen Amateur-Mannschaft mit. „Es gab damals eher wenig Austausch zwischen den Profis und den Amateuren. Insbesondere als Legionär und Stammkraft bekam ich von den eigenen Amateuren fast nichts mit“, erinnert sich Ernemann an frühere Zeiten.

Seit Sommer 2010 ist dies jedoch anders. Nach dem Abstieg in die Vorarlberger Landesliga übernahm Daniel Ernemann als Spielertrainer das Zepter bei den Austria Lustenau Amateuren und führte das Team prompt zum Meistertitel. In dieser Saison können die tollen Leistungen bestätigt werden, und somit liegt man zur Winterpause in der Vorarlbergliga an sensationeller zweiter Position, nur einen Punkt hinter Tabellenführer Andelsbuch.

Spielertrainer Ernemann, der zudem auch im Management der Lustenauer Austria aktiv ist, ist mit der momentanen sportlichen Situation naturgemäß zufrieden: „Es ist natürlich toll, gleich in der ersten Trainersaison Meister zu werden. In dieser Saison ist es wirklich extrem gut weitergegangen. Mit unserer sehr jungen Mannschaft – die meisten Spieler sind 17 oder 18 – spielen wir toll mit. Wir schauen jetzt, so lange wie möglich oben dabeizubleiben.“ Egal ob heuer oder in den nächsten Jahren, Daniel Ernemann möchte mit den Austria Amateuren zurück in die Regionalliga: „Die Vorarlbergliga ist als Sprungbrett für die Burschen durchaus ok, aber die Regionalliga ist natürlich die optimale Plattform für das Zweitteam einer Profimannschaft. Da wollen wir hin.“

Intensiver Austausch

In seiner Funktion als Trainer der Amateure ist Daniel Ernemann um einen intensiven Austausch zum Profiteam bemüht. „Ich kommuniziere sehr viel mit dem Profitrainer Helgi Kolvidsson. Wir spielen bei den Amateuren das gleiche System wie bei den Profis, und verfolgen auch eine ähnliche Trainingsphilosophie. So soll den jungen Spielern der Sprung in das Profigeschäft erleichtert werden.“ Ein Ernemann-Schützling hat den Übergang ins Profigeschäft heuer schon geschafft: Der defensive Mittelfeldspieler Pius Grabher wurde mit einem Profivertrag ausgestattet.

Obwohl man also eine Liga tiefer als noch vor einem halben Jahrzehnt kickt, ist also der Austausch zwischen den Profis und Amateuren beim grünen Lustenauer Verein deutlich verbessert worden. Und mittelfristig will man ja wieder zurück in die Westliga. Vielleicht gelingt ja schon heuer der große Wurf…

Infos zu diesem Artikel

  • Autor: Hannes Kollross
  • Bericht verfasst am: 07.02.2012 um 15:20