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Die gut geölte Tormaschine1

Mit neun Toren in 14 Spielen hat sich Anif-Mittelfeldmann Raimund Friedl in das regionalliga.at-Team der Hinrunde geschossen. Wir sprachen mit dem 23-jährigen über den Zweikampf um den Titel, einen schmerzfreien Herbst, RB Salzburg, Porsche und das Verlangen nach dem Profitum.

Anifs Raimund Friedl erwartet einen heißen Tanz um den Titel.

USK Anif spielte eine klasse Hinrunde. Von Mittelfeldmann Raimund Friedl kann man das gleiche behaupten. Der 23-jährige traf in 14 Spielen gleich neunmal ins Schwarze, folglich war die Nominierung für das Team der Hinrunde keine große Überraschung.

„Ja, ich bin mit meinen Leistungen zufrieden gewesen. Ich war zum ersten Mal richtig schmerzfrei und durch unseren Lauf konnten wir immer befreiter aufspielen. Eine Steigerung ist aber immer möglich“, spricht auch Raimund Friedl selbst von einem gelungenen Herbstdurchgang in dieser Spielzeit.

Trotz des Umbruchs im vergangenen Sommer spielen die Salzburger eine riesen Saison. Das hat auch den 23-jährigen etwas überrascht. „Damals waren wir schon skeptisch. Wir wussten nicht, wie es weitergehen würde, aber dann ist plötzlich vieles von alleine gelaufen. Wir sind eine junge Truppe und dazu kam ein super Trainer. Da hat sich eine Eigendynamik entwickelt.“

Der angesprochene Trainer Thomas Hofer hat Anif aber in Richtung Austria Salzburg verlassen. „Das war ein Schock“, berichtet Friedl. „Er ist ein Top-Mann, aber Fußball besteht eben aus einem stetigen Kommen und Gehen. Jetzt haben wir mit Michael Baur einen perfekten Nachfolger, Er ist menschlich und taktisch hervorragend und Erfahrung hat er auch genügend.“

Für das große Ziel, den Aufstieg in die Erste Liga, hat man in Anif dank der Kooperation mit RB noch kräftig nachrüsten können. „Jetzt sind wir sicher noch stärker“, bestätigt Friedl, dass die getätigten Transfers den Salzburgern logischerweise weiterhelfen werden. „Die Spieler von RB sind toll ausgebildet, das sieht man sofort. Und genau so einer wie Andi Bammer hat uns noch gefehlt.“

Den Kampf um den Titel mit Wattens sieht Friedl nach wie vor ausgeglichen. „Beide haben Chancen und es sind noch 13 Spiele zu absolvieren. 39 Punkte können noch geholt werden. Außerdem haben wir die Tiroler noch zu Hause im direkten Duell. Natürlich sind sie stark, aber das sind wir auch.“

Obwohl der Blondschopf der Anifer bisher vornehmlich im Mittelfeld zum Einsatz kam, kann er auf eine beachtliche Torquote verweisen. „Ich spiele meistens links im Mittelfeld, kann aber auch rechts oder als hängende Spitze aushelfen. In der Hinrunde ist mir vieles aufgegangen“, freut sich Friedl über seinen Erfolg und zugleich jenem seines Teams.

Der ehemalige Kicker von RB Salzburg verspürt aber nicht den allerletzten Drang, sofort wieder Profi werden zu müssen. „Bei RB hatte ich damals keine leichte Zeit, vielleicht war ich auch einfach noch zu grün hinter den Ohren. Jetzt habe ich einen tollen Job bei Porsche und ich will nicht mehr um jeden Preis Profi werden. Wenn sich bald etwas ergeben sollte, dann werde ich mir das natürlich anhören. Im Fußball kann man sowieso nichts planen.“

Infos zu diesem Artikel

  • Autor: Thomas Palmetshofer
  • Bericht verfasst am: 10.02.2012 um 20:31
  • Foto: krugfoto/Krug Daniel