Kufstein siegt dank Treffer in der Nachspielzeit809
An einem heißen Sonntagvormittag empfing die Grumser-Elf die Gäste aus Kufstein. Wenn man den Klassenerhalt fixieren und dabei nicht zittrig die Relegationsspiele abwarten möchte (möglicherweise gibt es nur einen Absteiger), dann war ein Sieg an diesem Tag fast schon Pflicht! Die Hoffnung war groß, denn: Wer den Talenteschuppen von Red Bull bezwingt, der sollte auch mit Kufstein mithalten können.
Mit großen Personalsorgen ging die Heimelf in das Tirolderby, der erst 15-Jährige Maximilian Plattner schnupperte erstmals Startelfatmosphäre in der Regionalliga. Doch dieser Altersunterschied wurde mit einer Menge Kampfgeist wettgemacht. Jedem war klar: Diese Mannschaft will sich nicht Absteiger nennen. Der erste, der diese Mentalität in Tore ummünzte, war Alexander Mader. Nach einem Freistoß von Seelaus war der Abwehrhüne zur Stelle (9.). Einstudiert? Es sah ganz danach aus! Und die Kufsteiner? Die präsentierten sich äußerst clever, besonders vor dem Tor. Schlichenmaier (18.) und Unterrainer (34.) drehten die Partie - ein Indiz dafür, dass Spiele oft im Kopf entschieden werden.
Nach dem Pausentee (heute mit großer Sicherheit viel kühles Wasser) das gleiche Bild: Eine offene Angelegenheit mit Chancen auf beiden Seiten, in denen sich die Torhüter auszeichnen konnten. Besonders SVR-Schlussmann Hörtnagl rettete mehrmals in Manuel Neuer-Manier – sprich weltklasse. Aber auch Fahrlässigkeit war verantwortlich dafür, dass es vorerst bei drei erzielten Treffern blieb. Symbolcharakter für die heutige Leistung vom Schiriteam rund um Gerhard Schächl war in der 53. Minute zu erkennen. Die Handlung: Kufstein erzielte ein Tor aus Abseitsposition, Schächl gab das Tor, die Silberberger-Elf jubelte ausgelassen. Während dieser Aktion verlor der Assistent plötzlich das Gleichgewicht und nach einer weiteren Absprache der drei Herren, wurde auf Abseits entschieden. Jeder sollte sich dazu seine eigenen Gedanken machen…
Nun also wieder zum Sportlichen. Für die Schaulustigen am Asko-Areal wurde es zu einem richtigen Leckerbissen, das Eintrittsgeld machte sich bezahlt. Zuerst war es wieder Seelaus, der mit seinen berüchtigt gefährlichen Standardsituationen für ein Tohuwabohu in der Kufsteiner Hintermannschaft sorgte. In diesem Fall war es eine Ecke, die Schwarz ins Netz bugsierte (65.). Und die Schlussphase hatte es in sich. Sowohl die Innsbrucker, als auch die Gäste hatten die Führung auf dem Fuß, scheiterten aber teilweise kläglich. Und es kam wie es kommen musste, wenn eine Mannschaft im Tabellenkeller steht. 91. Minute, Freistoß Kufstein, Schütze Patrick Schönauer, Tor, 3:2 für die Festungsstädter.
Fazit: Die Spielatmosphäre war heute sogar noch heißer als die Außentemperatur. Doch für die Reichenau wird es nun ganz schwer, Neumarkt und Co noch abzufangen. Eines ist jedoch klar: Am kämpferischen Einsatz lag es ganz sicher nicht…
Alle Spiele der 27. Runde
| Wattens - Seekirchen | 3:0 (1:0) | Bericht |
| Bregenz - St. Johann | 1:1 (0:0) | Bericht |
| Anif - Altach A. | 5:1 (3:0) | Bericht |
| Dornbirn - RB Juniors | 0:2 (0:0) | Bericht |
| Neumarkt - U. Ibk. | 1:0 (1:0) | Bericht |
| Reichenau - Kufstein | 2:3 (1:2) | Bericht |
| Höchst - Hard | 0:3 (0:2) | Bericht |
| Austria - Wacker II | 2:0 (0:0) | Bericht |
Infos zu diesem Artikel
- Autor: Daniel Lenninger
- Spielbericht verfasst am: 22.05.2011 um 13:23
- Foto: krugfoto/Krug Daniel
FC Dornbirn
FC Hard
FC Höchst
FC Kufstein
RB Juniors
SC Bregenz
SCR Altach Am.
SV Austria Salzburg
SV Seekirchen
SVG Reichenau
TSV Neumarkt
TSV St. Johann
Union Innsbruck
USK Anif
Wacker Innsbruck II
WSG Wattens
